Erfolgreiche Abschlusstagung „Zukunft lernen, Wandel gestalten“
Drei Tage volles Programm zu innovativen Lehr-Lern-Formaten in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Hochschulen liegen hinter uns. Etwa 80 Personen nahmen an der Abschlusstagung des Senatra-Projekts „Zukunft lernen, Wandel gestalten“ teil und tauschten sich intensiv über verschiedene Formate und Ansätze wie Service Learning, transformative Bildung, forschendes Lernen und interdisziplinäre Projektseminare aus. Daneben ging es auch immer wieder um die hochschulischen Rahmenbedingungen für studentische Partizipation, die Verstetigung von Angeboten, die Etablierung neuer Module und die Institutionalisierung des Whole Institution Approaches für BNE.
25 Vorträge, 14 Workshops, 2 Thementische und 8 Poster hielt das Programm bereit; dazu ein Rahmenprogramm mit Bühnengespräch, Conference Dinner, einer musikalischen Pause zum Thema kulturelle Nachhaltigkeit und vielen Pausengesprächen. Die kleine Umfrage am Ende zeigte, welche Schlagworte den Teilnehmenden am stärksten in Erinnerung geblieben sind. Dass Transformation und Service Learning auf den ersten Rängen stehen, dürfte wenig verwundern. Veränderungen auf der systemischen Ebene anzugehen, Kooperation und Vernetzung zu leben und die Selbstwirksamkeit bei den Studierenden zu stärken waren vielen Teilnehmenden besonders wichtig.
Im Grunde erfordert auch die Ausrichtung einer solchen Tagung selbst schon einen Whole Institution Approach, wobei viele Akteur*innen aus verschiedenen Bereichen der Institution und darüber hinaus einbezogen werden müssen: Forschende und Lehrende, Studierende und studentische Mitarbeitende, verschiedene Stellen aus der Verwaltung, externe Dienstleister*innen sowie Praxispartner*innen. In der Planung und Durchführung war uns wichtig, Nachhaltigkeit stets mitzudenken und in der Praxis umzusetzen, so gut es geht. Dies umfasste unter anderem die angebotenen Speisen und Getränke, die Nutzung von Mehrweg-Geschirr und Verpackungen, die Dekoration, den Verzicht auf gedruckte Tagungsmappen und Give-Aways, ein eigenes Awareness-Konzept mit Ansprechpersonen und Rückzugsräumen und die Möglichkeit zum digitalen Teilen von Präsentationen, Postern und Kontakten im Anschluss an die Tagung. Studierende mit einer weiteren Anreise wurden finanziell unterstützt, um ihnen ohne persönliche Kosten für Zugtickets und Unterkunft eine Teilnahme zu ermöglichen. Auch in der Programmgestaltung wurde auf Raum für studentische Partizipation und Perspektiven geachtet. Und damit der Transfer des auf der Tagung Gelernten in die Praxis der eigenen Hochschullehre gelingt, wurden Prototyping & Harvesting Workshops angeboten, bei denen genau dies im Mittelpunkt stand. An manchen Stellen wurden auch Hemmnisse oder Grenzen des eigenen Einflussbereichs (zumindest ad hoc) sichtbar, etwa durch eine ungenügende Bus-Anbindung des Campus an den Bahnhof, unzureichende Kühlmöglichkeiten für Reste vom Catering oder dass Mülltrennung in diesem Gebäude nicht vorgesehen war.
Wer seine nächste Tagung oder eine andere Veranstaltung möglichst nachhaltig organisieren möchte, dem empfehlen wir den Leitfaden Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement im DG HochN Wiki.
Impressionen:
Videoproduktion: Tamara Petrovic













